
Herstellung von Infrarotheizungen, die wirklich im Badezimmer funktionieren können Seien wir ehrlich: Badezimmer sind eine Qual für elektronische Geräte. Es gibt dichten Dampf, Spritzer von Wasser – und die Temperatur kann innerhalb weniger Minuten von extrem kalt auf extrem heiß wechseln. Es handelt sich dabei um eine extreme Umgebung. Wenn man nicht vorsichtig ist, gehen die Heizgeräte schon nach wenigen Monaten kaputt. Deshalb legen wir großen Wert auf die IP65-Zertifizierung sowie auf ein Verfahren namens „Wärmealterung unter feuchten Bedingungen“. Der Kampf gegen Dampf Das Problem ist folgendes: Wasserdampf ist äußerst hinterhältig. Er findet die kleinsten Ritzen in den Dichtungen und dringt hinein. Sobald diese Feuchtigkeit die elektrischen Kontakte oder die Quarzdichtungen erreicht, ist alles vorbei – es kommt zu einem Kurzschluss oder der Glühfaden bricht. Wir wollen nicht raten – deshalb testen wir jede Charge intensiv. Wir lassen die Lampen in Kammern mit hoher Luftfeuchtigkeit bei maximaler Hitze Hunderte von Stunden lang stehen. Im Grunde versuchen wir absichtlich, die Lampen zu zerstören, um herauszufinden, an welcher Stelle die Dichtung versagt. Wenn eine Lampe 48 Stunden lang Dampf ausgesetzt sein kann, ohne dass ihre Isolierung beschädigt wird, wird sie nicht verschickt. Punkt. Das Geheimnis einer guten Dichtung Eine echte IP65-Zertifizierung hängt nicht nur von einem Gummiring ab. Wir verwenden hochtemperaturbeständige Silikondichtungen sowie verstärktes Quarzglas, um Staub und Wasser davon abzuhalten, einzudringen. Die eigentliche Gefahrenzone sind meist die Anschlussstellen. Dort versagen die meisten Heizgeräte. Wir verwenden korrosionsresistente Legierungen sowie luftdichte Abdeckungen, um zu verhindern, dass feuchte Luft die Verbindungen beeinträchtigt. So bleibt die Elektrizität dort, wo sie hingehört. Der schwierige Teil – das Kompromissproblem Es gibt jedoch ein Problem: Wenn man etwas so gut abdichtet, steigt beim Erhitzen der innere Druck an. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem: Je besser die Wasserdichtigkeit, desto größer ist der Druck auf das Glas. Um dieses Problem zu lösen, haben wir die Dehnungslücken in den Befestigungsbrackets angepasst. Dadurch hat das Glas etwas Raum zum Atmen. Achtung: Wenn man die Geräte beim Einbau zu stark anzieht, kann das Quarzglas zerbrechen. Keine IP-Zertifizierung kann einen vor zu viel Kraft schützen. Wir haben diese Heizgeräte so konzipiert, dass sie einfach als Ersatz verwendet werden können. Man schaltet sie einfach ein, dichtet den Gehäusebereich ab – und schon funktionieren sie. Keine Lecks, kein Flackern – nur konstante Wärme.